#18 Finanzminister Markus Marterbauer und der Papierindustrielle Sebastian Heinzel über nachhaltige Wirtschaft

Shownotes

Welchen Fokus braucht Industriepolitik? Wie schafft man es, eine Industrie so umzubauen, dass sie zukunftsfähig wird? Und warum ist Standortpolitik Energiepolitik und Klimapolitik? Mit diesen Fragen beschäftigt sich u.a. das Gespräch zwischen Finanzminister Markus Marterbauer und dem Papierindustriellen Sebastian Heinzel.

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00:00:00: Im Moment sind die Energiekosten so hoch, dass wir gar nicht die Gewinne machen immer brauchen um den Umbau zu machen.

00:00:07: Also das ist ... Die Vision passt!

00:00:10: Wir wissen wo wir hin müssen und wir passen gut in.

00:00:14: das einundzwanzigste hundertzehnteil der Lösung dekarbonisiert bio-materialien auch alles was ich gesagt habe.

00:00:20: aber der Weg dahin ist jetzt das Schwierige.

00:00:25: Österreich hat ja an sich keine schlechten Voraussetzungen in diesem Spiel, weil wenn man sich die Stromproduktion anschaut ist, die über das Jahr gerechnet fast zu hundert Prozent aus einer Neuerbahn.

00:00:34: Wir haben unsere redaktionellen Stärken Wasserkraft

00:00:37: usw.,

00:00:38: trotzdem muss auch das umgebaut werden.

00:00:40: und wenn ich daran denke dass das Industriebundesland Oberösterreich drum ringt seit Monaten Jahren wie es mit der Windkraft weitergehen soll, wie die Zonen sind und ob wir irgendwo ein Windrad aufstellen darf oder nicht Da folgt man sicher ein bisschen ob der Ernsterlage erkannt wurde.

00:01:21: Herzlich willkommen zum Podcast Geldanschauung, das ist der Podcast des Finanzministeriums.

00:01:26: mein Name ist Markus Martabauer und ich bin der Finanzminister Und ich habe das Privileg, dass ich mir in diesem Podcast immer interessante Leute als Gesprächspartner und Partnerinnen einladen kann.

00:01:38: Mein heutiger Gast ist Sebastian Heinzel.

00:01:41: Herzlichen Dank, dass Sie der Einladung gefolgt sind!

00:01:44: Danke sehr, danke!

00:01:46: Ich möchte kurz mit Ihrer Karriere beginnen, das mal ein bisschen einen Einstieg.

00:01:50: Also zunächst muss ich klarerweise sagen, Sebastian Heinzles CEO oder Heinzelgrupp eines großen österreichischen... Papierunternehmens, Handel und Produktion, Zeltstoff und Papier mit drei Standorten in Österreich.

00:02:05: In der Produktion einem in Estland groß im europäischen Papierhandel und auch in der Altpapierverwertung, da werden wir vielleicht noch drauf kommen mit Bundesland-Pierch als ein wichtiges österreichisches Industrieunternehmen mit ganz langer Tradition.

00:02:21: Wir werden dann auf die Produktionsorte vielleicht auch noch zu sprechen kommen.

00:02:24: Aber in Steirermüll, in Oberösterreich hat man irgendwann um der Papierproduktion und Anführungszeichen begonnen, aber vielleicht zu ihrer Person.

00:02:37: zunächst ein bisschen ... Sie haben eigentlich eine untypische Karriere sozusagen gemacht.

00:02:45: vor vielen Jahrzehnten kennengelernt, da waren sie eigentlich junger Journalist beim Profil, glaube ich.

00:02:49: Und ich war gerade am WIFO – Sie sind dann in die USA gegangen und haben bei einem Startup-Bereich tätig mit TripWolf, glaub' ich als Unternehmen – und dann sozusagen die Heimkehr ins Familienunternehmen, obwohl es ja auch nicht so klar ist wie ist Ihr Blick zurück über die Jahrzehnte?

00:03:09: Ja super zusammengefasst!

00:03:11: Tatsächlich fühlt es sich für mich an, als ob ich meinem dritten Berufsleben bin sozusagen am Anfang Journalist ein Start-up Unternehmer und jetzt CEO eines großen Industriebetriebs.

00:03:21: Da gibt's dann schon eine rote Linie durch.

00:03:27: aber tatsächlich habe ich nach dem Studium immer die grossen Zusammenhänge interessiert.

00:03:33: Ich hab Volkswirtschaft studiert in Politikwissenschaft Und weil mich einfach interessiert hat, wie die Welt funktioniert und wie alles zusammenhängt, bin ich dann Journalist geworden.

00:03:45: Das haben wir uns geingelernt.

00:03:48: Ich war junger Wirtschaftsjournalist in der Wirtschaftsredaktion von Profil.

00:03:51: Sie waren beim WIFO und ich habe gewusst wenn ich eine Erklärung oder Ausdeutung oder Zitat brauchte kann ich sie anrufen.

00:04:03: Ich wollte, wenn wir nicht Wirtschaftsjournalisten werden, sondern mich hat immer das International interessiert und bin dann in die Auslandsreaktion gewechselt.

00:04:14: In Summe war ich sieben Jahre beim Profil ... Und zuletzt bin ich als Profil-USA-Korrespondent und bin in New York, aus New York im amerikanischen Politikbericht.

00:04:26: Das war ein super Job.

00:04:29: mit wenn man Ende zwanzig ist die Welt bereisen interessante Leute kennenlernen und viel lernen.

00:04:39: de facto das war tatsächlich das erste Kapitel.

00:04:42: Aber wie ist es dann zum Umstieg ins Unternehmertum gekommen mit dieser Reiseplattform?

00:04:50: Irgendwann hat's mich gejuckt, selbst was zu machen.

00:04:53: Als Journalist ist man immer ein Biesel so wie bei einem Fußballspieler-Schiedsrichter der mitrennt und drüber berichtet, was da gerade los ist aber nicht selber mitmacht.

00:05:06: Und das war super damals.

00:05:10: Mit Ende zwanzig getaugter, aber trotzdem wollte ich irgendwann mal selber was

00:05:13: tun

00:05:13: aktiv werden.

00:05:15: Und dass die Vision dann mit fünfzig immer noch schon ein List zu sein hat mich nicht gepackt.

00:05:23: Und zu der Zeit, wir sind da im Jahr drei tausend sieben kamen grad das erste iPhone kam auf, die Social Media kamen gerade auf.

00:05:32: Das war ein irrsicher Umbruch in der Tech-Welt Und ich bin in New York ein paar andere sozusagen Exilwiener kennengelernt, die gerade Unternehmen gegründet haben und mich gefragt um euch mitmachen will.

00:05:46: Und da haben wir dann aus dem selben Wohnzimmer aus gleich mehr Start-ups gekründet.

00:05:51: Und meine Idee war im Tier eines digitalen Reiseführers der den getruckten Reisefuhr ablöst und eben auf Input einer Community aufbaut.

00:06:02: Und so bin ich eigentlich in das Unternehmertum gerutscht, weil wenn du ein Unternehmen von Null aufbaust muss man sich wirklich am Anfang alles kümmern.

00:06:13: Denn die Plattform baut und man muss sich um Sales kümern, um Investoren kümmern.

00:06:18: Man muss sich an die Mitarbeiter kümmen, muss schauen dass das Klopapier im Büro da ist.

00:06:23: Also man hat eine Rundumverantwortung.

00:06:27: gemerkt, dass mir das tagt.

00:06:30: Und wie groß war das dann?

00:06:31: dieses Trip?

00:06:32: Das war kein... Sie werden... ...fünfzehnundzwanzig Mitarbeiter und einen Umsatz zwischen eins und zwei Millionen Euro.

00:06:42: Also es war jetzt kein Riesenunternehmen aber am Schluss auch ein profitables Unternehmen.

00:06:47: am Schluss, dass man dann an einem deutschen Reiseführer-Verleger langen scheit, der selber in dem Geschäft Fußfasten wollte verkauft haben.

00:06:57: sozusagen meine Feuertaufe als Unternehmer.

00:07:02: Aber jetzt könnte man sagen, Sie haben sich eigentlich vom Familienunternehmen, also Heinzl Group oder Heinzel Sales am Anfang eher immer ferngehalten weil sie zuerst aus die Jahre im Journalismus dann das eigene Unternehmen gründen.

00:07:16: Das war eine bewusste Entscheidung dass wir zunächst... Weiß ich nicht, ob er damit nicht direkt was zu tun haben will oder wie?

00:07:25: Es ist wirklich ein Sonderfall während die Firma Heinzel und die Familie Heinzel im Papiergeschäft schon lange aktiv ist.

00:07:36: Glaubst du dazwischen aber einen Bruch?

00:07:38: Das Unternehmen hat ursprünglich mein Großonkel, der Onkel meines Vaters aufgebaut Und dann aber verkauft an einem schwedischen Konzern.

00:07:48: Das heißt, mein Vater wurde damals praktisch mitverkaufte und war dann einfach angestellter Manager in dem SCA-Konzern.

00:07:56: Ich habe zwei Brüder.

00:07:57: als wir in die Schule gegangen sind – da gab es keine Familienunternehmen, sondern unser Vater war angesteldter Manager der Karriere gemacht hat am schwedischem Konzert.

00:08:09: Das Thema unser Leben ist damit sozusagen vorgeprägt, sondern wir haben eigentlich alle gemacht was uns interessiert hat.

00:08:16: Bei mir war es Journalismus, mein Bruder ist nach Australien gezogen und hat auch im Bereich digitalen Medien etwas gemacht.

00:08:23: Mein Vater Alfred Heinzel, der heute noch der Aufsichtsratpräsident der Kuppe ist, ist erst mit über fünfzig ab dem Jahr zweitausend selber Unternehmer geworden und hat den schwedischen Konzern verlassen.

00:08:39: Eigentlich, wie soll man sagen?

00:08:41: Das zweite Mal Einzelgruppe aufgebaut.

00:08:45: Und danach war das jetzt nicht ein bewusstes Man hält sich fern sondern ein Aha!

00:08:51: Da wächst gerade was Parallel, was ziemlich ziemlich stark.

00:08:55: und tatsächlich war es dann als ich den Tripwolf mit meiner Mitgründung verkauft hatte da sind wir denn schon im Jahr zwei zwölf, zwei dreizehn dass mein Vater mich gefragt hat euch nicht in die Gruppe die er da relativ rasch entwickelt hat in Einkommen will.

00:09:11: Also war es nicht so ein, ich halte mich da fern, sondern das gab's einfach noch nicht und ich habe mir das schon auch lange und gut überlegt ob ich das will oder mich dann dafür entschieden?

00:09:24: Trotzdem könnte man jetzt sagen also mit dieser Geschichte, ich kenne Besitzverhältnisse jetzt nicht genau aber sie haben jetzt sozusagen einen Weltkonzernen geerbt oder mit ihren Brüdern weiß Vorher sagen sie einen bis zwei Millionen Umsatz und jetzt hat die Gruppe keine Ahnung, drei Milliarden oder zwei Milliarden-Umsatz.

00:09:45: Und dreitausend Mitarbeiter weltweit also das ist schon was Großes.

00:09:51: Ist es wichtig dass einem das gehört?

00:09:54: Oder wie wird ein bisschen interessieren sozusagen Sie sind unternehmerisch interessiert aktiv innovativ wollen alles mögliche machen.

00:10:02: Wie ist es mit?

00:10:03: besitzt dieser Connects?

00:10:05: Der Besitz sorgt für eine sehr hohe Motivation, würde ich jetzt mal sagen.

00:10:13: Heinzel Guhr bist du hundert Prozent im Familienbesitz und hat auch ein sehr großes Aktienpaket oder Antelspaket.

00:10:21: mein Vater wird tatsächlich schon übertragen.

00:10:25: Aus einer Managementrolle war es jetzt nicht, ich gehe von zwei Millionen auf Umsatz auf zwei Milliarden-Unersatz und habe gleich die Gesamtverantwortung.

00:10:33: Das würde nicht gehen.

00:10:34: aber jetzt bin ich das eine Entwicklung über dreizehn Jahre zuerst in Handel übernommen mit hundertfünfzig Leuten und jetzt seit zwanzig zweiundzwanzig bin ich SIO der Gruppe mit der Gesamt Verantwortung Mit dem Besitz Eigentum kommt aus meiner Sicht eine sehr starke Verantwortung, das weiterzuentwickeln.

00:10:58: Was wäre die Alternative gewesen?

00:11:04: Der übliche Spruch am Mittagstisch, da war noch kein weder ich noch meine Brüder und ich war ein nahem Unternehmer.

00:11:13: Und mein Vater hat schon überlegt ist das was man weiter gibt in die nächste Generation oder verkauft man das an einem großen Konzern?

00:11:23: Das heißt diese Entscheidung damals Ich Geh Da Rhein war für mich schon klar so Eine Lebensentscheidung, eine Einbahnentscheidenung.

00:11:34: Ich kann jetzt nicht eingehen und nachher sagen, will ich doch nicht machen.

00:11:39: Sehr stark mit der Motivation das Unternehmen zu entwickeln und das Sollenfamilienunternehmen bleiben.

00:11:47: Damit steckt immer ein langfristversprechen drin.

00:11:54: Mir war auch klar ... Das ist keine die Industrie und gerade die Papierindustrie.

00:12:00: Ein sicherer, wie soll man sagen ein Danker der einfach gerade ausfährt und das ist wurscht ob man einen Grad rechts oder links und wir waren dann schon klar dass es mit ordentlicher Transformationen und Umbau verbunden sind.

00:12:20: Er hätte mich ehrlicherweise andererseits auch nicht interessiert.

00:12:23: wenn das irgendwas ist was man gar nicht bestalten kann und will, dann sollte man es nicht machen.

00:12:28: Aber da steht schon ein gestalterischer Anspruch

00:12:31: dahinter.".

00:12:32: Möcht gleich auf diesen Umbau noch zu sprechen kommen?

00:12:35: Auf den Familientisch dann auch noch kurz.

00:12:37: aber vorher habe ich noch eine Frage die vielleicht etwas provokant klingt, aber wenn man diesem Besitz übertragen bekommt sind sie für der Gegner

00:12:46: Erbschaftssteuer?".

00:12:47: Für mich stellt sich im Moment die Frage nach einer Erbsschaftssteuern.

00:12:50: überhaupt nicht, weil das habe Als wir uns in Pölz getroffen haben, im Moment sind wir in einer wirtschaftlich schwierigen Lage, dass wir weder Gewinne machen.

00:13:00: Daher keine Körperschaftssteuer und da ist auch kein Vermögen das gerade anwächst.

00:13:06: Und tatsächlich ist es bei uns so, dass das Vermögend einfach im Unternehmen steckt.

00:13:12: Also wenn sie mich vorhin für die Gegenvermögenssteuer, bin ich... Ist meine erste Antwort dagegen weil dann müsste ich irgendwie irgendein Teil der Firma liquidieren, um die bezahlen zu können.

00:13:22: Weil bei uns steckt das Vermögen in der Firma.

00:13:25: Wobei bei den gängigen Erbschafts- und Vermögensstarkonzepten ja meistens ... Betriebsübergaben oder Betriebesbestand sehr großzügig gehandhabt wird und es eher auf das Privatvermögen geht.

00:13:38: Ja, da sind wir, da ticken wir auch Familie als Familie so, dass bei uns einfach wirklich die Unternehmen investieren.

00:13:48: Insofern ist jetzt diese ganze Debatte für mich keine sehr praxisbezogene Debatte, weil uns geht's darum, dass die Firmen zu entwickeln und nicht da was rauszuziehen.

00:13:58: Jetzt

00:13:59: sind wir schon bei der Familie, weil sie den Familientisch angesprochen haben.

00:14:04: Wird dann immer über das Unternehmen geredet am Familientische oder was?

00:14:10: Oder geht es sozusagen weit darüber hinaus?

00:14:13: Ihre Familie ist glaube ich politisch interessiert gesellschaftlich interessiert an allen Fragen die sozusagen unsere Gesellschaft bewegen.

00:14:23: Nein, es geht nicht nur ums Geschäft und Unternehmen.

00:14:27: Aber es ist tatsächlich schwierig das Teil zu trennen.

00:14:30: Es fließt einfach in einem anderen.

00:14:32: Da gibt's ganz interessante Konzepte wie ein gesundes Family-Business was wo debattiert wird.

00:14:43: Man braucht den Küchentisch ... Wo viel von dem informell übers Business gesprochen wird, wo viel Wissensweitergabe stattfindet.

00:14:51: Man braucht genauso den Aussichtsratstisch mit einer ordentlichen Governance.

00:14:58: Das tendiert in einem Family-Business immer zu verschwimmen und man muss da gut aufpassen dass wir auch mal über ein Urlaub reden oder nicht über das Geschäft haben.

00:15:10: Ich möchte ein bisschen auf das Unternehmen und die Umbau haben sich gesagt, eine Transformation und diese herausfordernden Zeiten.

00:15:16: Jetzt ist die Papierindustrie sozusagen einer der traditionellen großen Industrien auch Österreich mit ganz großer Tradition, wir haben vorgesprochen also hundertfünfzig Jahre und länger, die natürlich gerade jetzt vor enormen Herausforderungen steht Energieintensiv, hohen Energiepreise Und auf der anderen Seite natürlich die ganze Frage der Nachhaltigkeit.

00:15:43: und wie produziert man unter diesen Bedingungen jetzt ein traditionelles Produkt?

00:15:48: Ich weiß schon, Ihre Produkte sind innovativ.

00:15:50: Das wurde ja auch dauernd umgestellt.

00:15:52: also als ich in das Steirermüll wir gesagt haben im Sommer für Realpraxis gemacht habe es noch die großen Papierrollen für die Zeitungsindustrie dort verladen wurden.

00:16:04: jetzt produzieren sie primär oder Verpackungs-Papier dort.

00:16:08: Es ist natürlich da die Umstellung auf Produkte, mit denen man wettbewerbsfähig ist.

00:16:13: Aber wie ist es in diesen Zeiten?

00:16:15: Sie haben vorhin darauf hingewiesen, dass im Jahr von dem Jahr war ein Verlustjahr für viele traditionelle Industriebetriebe.

00:16:22: Was sind jetzt die Herausforderungen aus Ihrer Sicht?

00:16:25: Also was die insgesamt die Transformation ... Betrifft müssen wir als Papierindustrie gleich zwei durchmachen.

00:16:33: Das eine ist auf der Produktseite, das sieht man aber sehr weit.

00:16:36: Früher war das Zeitungspapier zum Drucken und Schreiben.

00:16:41: Fast nicht mehr gebraucht wird, ist allen klar.

00:16:44: Aber es gibt zwei andere Bereiche die wachsen, nämlich Verpackungspapiere.

00:16:51: Egal ob das der Brotbeutel oder die Weltbappeschachtel ist, das wächst!

00:16:56: Und genauso Hygiene.

00:16:58: Hygiener von Küchenrollen bis alles Sorten von Hygienen, die wachsen so.

00:17:04: Das heißt man hat erst mal diese und das haben wir gleich am beiden Standorten in Oberösterreich gemacht, der Kirchen- und Steuermüll.

00:17:10: Die zwei Fabriken liegen zwei Kilometer auseinander.

00:17:12: da wurde vorher auf je zwei großen Papiermaschinen Zeitungspapier und Katalogpapier gemacht.

00:17:20: Beides nehmen wir nötig.

00:17:23: Und immer mit viel Kapital umgebaut.

00:17:25: auf Verpackungspapier sind jetzt drei Maschinen nicht vier, also in Summe kommt schon ein Schwund heraus.

00:17:32: aber deswegen bin ich auch da reingegangen und das ist insgesamt ein Produkt der Zukunft.

00:17:39: Ein Verpackungspapier aus nachwachsenden Ressourcen was ihr im Kreis führen kann als Altpapiere wieder neu machen kann aus Heimischen Ressourcen, dass Kunststoffverpackungen fossile Produkte ersetzt.

00:17:52: Ich bin froh, dass es ein Zukunftsprodukt ist, weil Basis für ... Mich stört's was, dass wir Papier sagen, da denken alle immer, das weiße zu druckend schreiben.

00:18:01: Wir reden ja von Biomaterialien, die für jeglichen Verpackungszwecken eingesetzt werden können.

00:18:09: Also, wir haben kein Produktthema, aber wir sind im Umbau!

00:18:14: Wir sind aber energieintensiv, wir bauen viel Wärme die oft noch aus Gas gemacht wird zum Papier trocknen.

00:18:22: Wir bauen viel Strom zum Betrieb dieser Riesenmaschinen und das heißt wir müssen nicht nur auf der Produktseite umbauen was wir gemacht haben sondern jetzt muss man die Energieinfrastruktur dahinter umbauten von Gas auf Reststoffe Und das sind auch Rieseninvestitionen, nur wenn ich meine Energieversorgung umstelle.

00:18:45: Deswegen zahlt mir der Kunde noch nicht einen Euro mehr für das Papier.

00:18:49: Also diese Transformation auf der Energiesernte ist die größte.

00:18:54: Da haben wir auch wieder ein Vorteil.

00:18:55: Wir wissen welche Technologien das sind und dass es geht.

00:18:58: Das haben andere auch schon vorgemacht.

00:19:02: Die Zementindustrie steht da vor einer riesigen Technologie.

00:19:06: Der Weg ist

00:19:07: klar!

00:19:08: im Moment aber sind und das ist jetzt die Änderung.

00:19:13: Die Energie kosten so hoch, dass man ja gar nicht die Gewinnemahne immer brauchen um den Umbau zu machen.

00:19:18: also daß es die Vision passt.

00:19:21: wir wissen wo wir hin müssen und wir passen gut in.

00:19:25: das einundzwanzigste hundertsehnteil der Lösung dekabinisiert biomaterialien auch alles was ich gesagt habe.

00:19:31: aber der Weg dahin ist jetzt das Schwierige.

00:19:34: Da haben wir vielleicht gleich noch auf diese Frage öfter den Wege waren.

00:19:39: Sie haben das auch dargestellt.

00:19:40: zum Ganzaufnachhaltigkeit der Treibhausgasemissionen, ich weiß nicht was ihr Ziel ist aber irgendwann null oder wie auch immer.

00:19:50: also und im Wesentlichen haben sie geschildert gibt es zwei Elemente.

00:19:54: des eine ist so ein Kreislaufwirtschaft sehr gut aufgestellt.

00:19:59: Sie haben eigene Seegewerke, das Holz wächst bei uns und wenn man den Wald nachhaltig bewirtschaftet ist die gute Voraussetzung.

00:20:07: Sie produzieren daraus sozusagen neues Papier in modernen Formen.

00:20:17: Wie ist es aber jetzt in Bezug auf die Prozesse, die sie angesprochen haben?

00:20:21: Ganz Europa ringt darum dass wir viel höhere Energiepreise haben als der Rest der Welt oder die Konkurrenten in den USA, vielleicht können sie dann auch ein bisschen über ihre Wettbewerbssituation brechen.

00:20:33: Wie ist das Standort Europa sozusagen unter diesen Bedienungen und auch Österreich haltbar?

00:20:41: Das was ich ja jetzt gesagt habe gilt im Wesentlichen für die gesamte Europäische Papiernostria.

00:20:49: ist man in Summe zukunftsfähig.

00:20:51: So, und jetzt muss man eigentlich reinsummen was ist am Standard Österreich?

00:20:57: Für uns ist da ganz klar Europa der relevante Markt wir haben.

00:21:02: Es geht nicht so sehr um den Wettbewerb mit Amerika und China.

00:21:06: Es gibt schon einen Rändern, aber in Wirklichkeit sind wir im Wettbetrieb um die europäischen Kunden und liefern unser Papier mehr als neunzig Prozent, fünfundneinzig Prozent aus Österreich, aber eben dann rein nach Europa, nach Deutschland, nach Norditalien, nach Polen.

00:21:23: Das heißt, wir sind ganz klar im EU-Wettbewerk.

00:21:27: Und da haben wir jetzt gerade die ganz konkrete Herausforderung, dass wir in Österreich wirklich schlechtere Bedingungen haben als Deutschland, als Tschechien und als Slowene.

00:21:37: Eigentlich sozusagen die direkten Nachbarn.

00:21:42: Da haben wir auf der einen Seite vor allem die österreichischen Stromkosten.

00:21:47: Gas ist eh wieder für alle gleich.

00:21:48: Wenn jetzt der Iran-Krieg ist – das trifft den Deutschen und den Franzosen alle!

00:21:54: Aber im Strom haben wir die effektiv höchsten Kosten.

00:22:00: Und ich sage jetzt absichtlich effektif, weil selbst wenn der europäische Strombörsenpreis gar nicht so unterschiedlich ist, haben wir dann trotzdem wieder einen extra Österreich-Aufschlag durch diese Zonenteinung.

00:22:12: und dann aber noch viel schwerwiegender.

00:22:15: Das gibt es Länder wie eben Deutschland, ihrer eigene Industrie massiv fördern, indem sie in den Netzkosten zurückzahlen.

00:22:24: Indirektes Tier-Zweikosten zurück zahlen in einem Ausmaß wo es wirklich jetzt ein schief ist.

00:22:30: Also wird uns schwer mit einem deutschen Papiersteller der exakt dasselbe Papier herstellt mithalten.

00:22:39: und anders gesagt wenn man von Kirchen oder Stärkmüll zu Deutschen Grenzen sich weilt Wenn man das Werk um die Werke, um zehn Kilometer verschieben wird, wäre das ein völlig anderes Spiel.

00:22:51: Geht nicht!

00:22:51: Aber das ist gerade unser

00:22:52: Hauptthema.

00:22:53: Und die Deutschen machen Gewinne diese deutschen Konkurrenten?

00:22:56: Die Deutschen machen im Moment, schaffen es über Wasser zu halten und im Moment sind ... Also konkret geht's um die will nicht zutechnisch werden aber die deutsche Ausprägung des SAG macht im Moment den... Das sind die Jahresgewinne, oder das haben wir als Verlust und damit kommen die gerade noch über die...

00:23:21: Was kann die Politik tun?

00:23:22: Die Frage ist jetzt, kann der Politik kurzfristig Strompreise subventionieren.

00:23:27: Wir machen es mit einem Industrie-Straumpreis SAG, haben wir kurz angesprochen aber das kann ja nicht langfristig eine Lösung sein.

00:23:33: Das heißt ein wesentlicher Teil einer Industriepolitik glaube ich in der Transformation muss sein dass wir billigen Strom aus erneuerbaren produzieren.

00:23:43: Das geht vielleicht in der Dynamik nicht zu schnell, aber bei uns bemühen wir uns an der Bundesregierung ein Neuerbausausbaubeschleunigungsgesetz und bei den Netzkosten

00:23:53: usw.,

00:23:54: dauert alles bis das sozusagen ankommt.

00:23:56: Aber auf Dauer ist ... macht es keinen Sinn zu sagen, wir subventionieren den Strompreis so herunter, dass jedes Industrieunternehmen immer profitabel ist.

00:24:07: Wir müssen schon an das Tiefgrund voraussetzungen da sind, damit der Strom billig

00:24:12: ist.".

00:24:12: Absolut, also das heißt aber wirklich systematisch an dem Arbeiten.

00:24:18: Aus meiner Satz sage ich gerne es ist Standardpolitik ist das gleiche wie Industriepolitik und das ist das Gleiche wie Klimapolitik.

00:24:27: in Wirklichkeit geht's um die mit welchen Preis kann ich die Energie herstellen?

00:24:35: Und meine Wertschöpfung... Lokalsicherheit.

00:24:40: Mein Hauptpunkt ist im Moment, dass es die EU kein Level-Playing-Feed ist.

00:24:46: Weil selbst wenn man sagt das kann man nicht auf Dauer so machen einen sozusagen einen Industriestrompreis haben.

00:24:54: Wenn die Deutschen das bis zum Jahr zwanzig dreißig festgeschrieben haben dann haben sie das jetzt bis zu zwanzigaßig.

00:25:00: und wenn der Weihl überspitzt gesagt die österreichische Papierindustrie flöten geht dann findet die Wertschöpfung halt dort statt.

00:25:12: Also es hat schon ein strategisches, in diesem Länderwettbewerb, ein strategisches Element welche Sektoren ich jetzt in so einer Übergangsphase fördere oder nicht?

00:25:26: Wir haben uns gefreut, dass es eine Industriestrategie gibt damit sozusagen einen Erkennen.

00:25:38: oder anerkennen, dass Industrie wichtig ist als Wertschöpfung.

00:25:42: Ich hätte mir aus einer Industriestrategie mehr so ein bisschen einen Sektorfokus geben.

00:25:46: Man muss die Stärken stärken und da bin ich jetzt natürlich etwas beies der aber ich finde wenn Österreich ein Land ist das fünftig Prozent Wald besteht und Österreich ein landingenieur ist Dann ist ziemlich aufgelegt, dass man sagt, eine Papierindustrie oder eine kreislauffähige Bio-Economie, muss man eigentlich darauf setzen, diese Arbeitsbeit zu langfristig.

00:26:15: Ich teile ja das.

00:26:16: also grundsätzlich glaube ich... Österreich hat ja im internationalen Vergleich einen relativ hohen Industrienteil und das ist eine unserer Stärken.

00:26:25: Nicht nur sich der Unternehmen, auch aus Sicht der Beschäftigten sind gute Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen, relativ hohe Löhne.

00:26:32: Und gerade wenn man sich die wirtschaftliche Entwicklung anschaut... die Länder, die voran sind aufbauen können.

00:26:41: Auf gewissen Stärken, auf Infrastruktur, auf Wissen, auf qualifizierten Arbeitskräften und auf unternehmerischer Dynamik.

00:26:47: Das sind die, die dann langfristig auch Erfolg haben werden.

00:26:50: Also diese Sichtweise muss man stärken, stärken auf Schlüssel Technologien schauen den Unternehmen möglich ermöglichen innovativ zu sein.

00:26:59: das teils völlig und die Politik kann versuchen einen Rahmen zu setzen in der Qualifizierung in der Infrastruktur und dann dort Hilfen zu geben.

00:27:07: Ich wollte nur ein bisschen auf die Unternehmensebene zurück, weil ich eigentlich schon den Eindruck habe dass gerade in diesem Bereich weil sie sozusagen Waldwirtschaft die Produkte daraus angesprochen haben ja Österreich sehr viele innovative Firmen hat.

00:27:21: also wenn ich ihn noch allein schaue tolles Unternehmen.

00:27:26: das gehört zwar jetzt den Japanern glaube ich oder jedenfalls zum Teil auch und aber Höchst innovativ, man hat das Gefühl die sind sozusagen an der Spitze international der Innovation und die werden es schaffen.

00:27:39: Und aus meiner Sicht hat Industriepolitik schon den muss auch den Fokus haben, die dem möglichst weit sind technologisch von den Prozessinnovationen, von ihren Umständen.

00:27:49: Die müssen wir fördern weil das an die Unternehmen in Zukunft und sie werden die Herausforderungen der Klimakrise und der Transformation am Ersten bewältigen.

00:27:58: Ja, sehe ich ganz genauso.

00:28:01: und da hat Österreich eine absolute Stärke sozusagen in dieser Wertschöpfungskette Forst Holz Papier.

00:28:09: Es gibt tolle Holzbau-Unternehmen die als einzige Wissen wie Hochhaus aus Holzen, Sydneybau.

00:28:21: Es gibt Unternehmen aus der Sägeindustrie die in Österreich begonnen haben und global tätig sind und die österreichische Zächerpapierindustrie ist schon europäisch relevant.

00:28:35: Und deswegen sage ich das ist ein Sektor den man auf dem er ruhig setzen kann.

00:28:40: jetzt komme ich aber zum nächsten.

00:28:44: Im Moment ist gerade eine große, also was ist unser Hauptproblem im Moment?

00:28:50: Jetzt sind wir bei mir auch in den Jahr zwanzig sechsundzwanzig.

00:28:52: Sind explodierende Holzkosten unter anderem deswegen weil in Österreich die Biomasse und die Palettes und damit einfach das Verhetzen von Holz so gefördert sind, dass das gerade unser Wertschöpfungsherz in den Rohstoff wegnimmt.

00:29:11: Also wir haben jetzt tatsächlich über den Sommer eine Produktion gedrosselt weil wenn nicht genug Holzreste... Das ist ein Krieg die wir stofflich weiterverarbeiten statt thermisch zu verheizen.

00:29:24: Die stoffliche Weiterfahrung wird natürlich ökonomisch das viel effizientere

00:29:28: Wie eine viel höheren Wertschöpfung ist, in dem Fall von der EU.

00:29:32: Die brümmt ja Kaskade erst stofflich verwenden und dann die Restaurantverbrennen vorgeschrieben.

00:29:37: Und was hat aber das ländliche Landwirtschaftsministerium gemacht?

00:29:41: Es hat die Kaskada ausgehebelt.

00:29:43: Da geht es um Energie-Sicherheit und man darf auch ganze Bäume verhetzen.

00:29:53: Das ist jetzt gerade im Moment Österreich exportiert... Pellet und Biomasse nach Italien.

00:30:01: Und der heimischen Industrie geht der Rost auf aus!

00:30:04: Ich möchte noch ein bisschen vielleicht allgemeiner und jetzt vom Unternehmen wieder wegkommen, aber wir haben drüber gesprochen dass Industriepolitik wichtig ist auch für die einzelnen Unternehmen.

00:30:15: was da die Rahmenbedingungen sind jetzt aus ihrer Sicht?

00:30:19: das CEO oder nein formuliert es vielleicht anders.

00:30:22: also nehmen Sie an sie werden jetzt in der Politik, was immer das heißen würde.

00:30:27: Was wären für sie zentrale Themen, wo man sozusagen viel mehr investieren müsste, innovativer sein müsste um langfristig den österreichischen Standard oder ich würde das gar nicht so sehr auf nur Wirtschaftsstandard sondern um das Zusammenleben ein gutes Leben in diesem Land sozusagen?

00:30:46: Wo würden Sie am meisten investieren?

00:30:49: Die Ökonomen stehen auf die Frage, hätten sie eine Milliarde?

00:30:52: Wohin würden Sie die geben aus in ihr Unternehmen?

00:30:55: Das ist denen nicht zulässige Antwort.

00:30:57: Jetzt kommt er tatsächlich sofort wieder zurück auf die Energiebereitstellung.

00:31:05: Das heißt am Schluss ist doch ein ziemlich starker Zusammenhang zwischen Energie und Wirtschafts- Wachstum.

00:31:14: Ich brauche immer Energie, um das eine in was anderes umzuwandeln und das ist Wertschöpfung.

00:31:20: Das heißt ich würde da vor allem in die Infrastruktur der Zukunft investieren.

00:31:26: Das heisst aus meiner Sicht ja an eurem Ausbau, das heißt aber auch wird er jetzt auch gerade hoffentlich in die Wege geleitet eben so etwas wie mit CO-Zwei Abscheidungen zu ermöglichen.

00:31:40: Aber das sind wovon sprechlichen Teil es Wenn wir uns vorstellen, Österreich als ein Haus in dem sozusagen die Installationen ganz tief drin sind.

00:31:54: Jeder weiß wie schwierig es ist eine Heizung auszutauschen oder eine Verkabelung auszutauschen.

00:31:59: In Wirklichkeit ist das die Aufgabe vor der wir als Gesellschaft stehen und das ist schon da ja.

00:32:08: Wir haben ein Energiesystem, das wollen man immer weil sonst die Erde aufheizt.

00:32:12: Jetzt müssen wir ein anderes Energiesystem

00:32:14: einbauen.

00:32:16: Und da muss aus meiner Sicht der Investitionsfokus sein, weil das wird sich nicht ausgehen, dass man einfach sagt Unternehmen macht es hier selber und viele nicht schaffen.

00:32:30: Das ist ein Riesenkapitalansatz.

00:32:35: Österreich hat ja an sich keine schlechten Voraussetzungen in diesem Spiel, weil wenn man sich die Stromproduktion anschaut ist, die übers Jahr gerechnet fast zu hundert Prozent aus einer Neuerbahn.

00:32:44: Wir haben unsere directionellen Stärken, Wasserkraft

00:32:47: usw.,

00:32:48: trotzdem muss auch das umgebaut werden.

00:32:50: und wenn ich daran denke dass das Industriebundesland Oberösterreich drum ringt seit Monaten Jahren wie es mit der Windkraft weitergehen soll, wie die Zonen sind und ob man irgendwo ein Windrad aufstellen darf oder nicht.

00:33:04: Da folgt man sicher ein bisschen, ob der ernste Lage erkannt wurde.

00:33:08: Und da müsste man glaube ich viel innovativer sein.

00:33:10: auch Wind wird jetzt nicht alle Probleme lösen aber die Ausbaupotenziale sind an sich riesig.

00:33:15: wir haben in der Photovoltaik Möglichkeiten.

00:33:18: also ich glaube auch dass man und in allen diesen Technologien gibt es ja laufend Innovationen.

00:33:24: also die Windkraft in zehn Jahren wird wahrscheinlich ganz anders ausschauen als Die Windkraft heute, weil die Windräder höher sind oder wir andere technische Innovationen haben.

00:33:34: Die vielleicht gar keinen Rat mehr brauchen um den Wind zu ernten.

00:33:40: wie auch immer.

00:33:43: Ich würde schon stark auf Technologie setzen und das was wir jetzt machen jetzt sozusagen auf die Wärme zu gehen, also Tiefengeothermie.

00:33:53: Riesiges Potenzial auch übrigens in Oberösterreich.

00:33:56: Also im Inviertel haben wir riesige Potenziale an Heißwasser, dreitausend Meter unter der Erde und das sollte möglichst bald sozusagen die Wohnungswärme zum jeden Fall zum guten Teil bestimmen, also dort hineinzugehen

00:34:14: Und das ist schon viel staatlicher Aufgabe, weil wir müssen uns mal angeschaut unter einer Papierfabrik.

00:34:19: Wenn wir der Geothermie da sind wir ziemlich schnell bei einem Kosten von mehr als eine halbe Milliarde Euro.

00:34:25: Das kann sich ein Unternehmen nicht leisten.

00:34:27: also das heißt dass es wirklich ja staatliche Basis.

00:34:31: Ich

00:34:33: meine rein ökonomisch kann das Kapital natürlich in dem Sinn nie fehlen, weil Sie haben es vorher angesprochen.

00:34:38: Wir geben jedes Jahr für fossile Energien in Porte jetzt gesamtwirtschaftlich zehn Milliarden Euro aus.

00:34:44: also grundsätzlich sozusagen ist der Tread-Off da nicht die zehn Milliarden halt mal lieber bei uns in der Wertschöpfung und wir produzieren halt von Heißwasser, dass man aus dem Boden holen bis Windkraft und sonstiges.

00:34:57: Also das Ökonomisch sozusagen ist das nur eine Frage des Umbaus unter Transformation

00:35:02: Ja, und die geht halt wenn es der Wirtschaft gut geht.

00:35:08: Dann kann sie das aus sich selbst herausmöglich viel machen und braucht vielleicht nur den Anschub.

00:35:16: Im Moment ist aber für ein gute Teil der Industrie und das ist eben seit ukraine Krieg und seit der Explosion der Energiekosten kommt gar nicht bis zum Kappex, um in der Sprache zu sprechen.

00:35:28: Weil man einen Apex-Problem hat.

00:35:30: Also wir sind jedenfalls bereit sozusagen bei dieser Transformation zu helfen weil unsere Industrie auch die Papierindustrie nicht nur lange Traditionen hat sondern ganz ein wichtiger Bestandteil ist.

00:35:41: ich wollte noch ein Thema kurz ansprechen nämlich Arbeitskräfte Bildung Qualifizierung.

00:35:48: jetzt spielen in der Industrie die Lohnkosten Eher eine untergeordnete Rolle, jedenfalls im Moment in Relation zu den Energiekosten.

00:35:56: Trotzdem ist ja einer der traditionellen Stärken des österreichischen Industriestandorts dass wir qualifizierte Fachkräfte haben die eben dann den Umstieg zum Beispiel von Zeitungspapier auf Verpackungspapier einfach leicht schaffen weil sie einfach lange Erfahrungen haben und wissen was die Typen der Papiermaschine sind oder was man tun muss.

00:36:16: Sie kennen mein technischer Detail so wenig aus Um jetzt diese neuen Produkte herzustellen, wie schätzen Sie das an?

00:36:24: sozusagen Qualifikationnachwuchsförderung?

00:36:29: Vielleicht wollen wir uns auch ein bisschen was über Lehrlinge

00:36:32: etc.

00:36:32: sagen.

00:36:33: Das ist immer schon stolz und vergibt in der Steirermüll sogar die Papiermacher-Schule das Ausbildungszentrum der österreichischen Papierindustrie.

00:36:43: Da ist man teilweise auch abgestimmt mit der deutschen Papierindustrie, dass man halbwegs die gleichen Lehrpläne und so weiter hat.

00:36:49: aber tatsächlich investieren wie viel in Lehrlingsausbildung, Meisterausbildung an Seitewalder, da brauchen wir schon ein sehr spezifisches Know-how.

00:37:01: Und was über die Jahre ... der Trend ist ganz klar und wir müssen das selber machen.

00:37:05: Also wenn es das vielleicht früher noch stärker gab am Arbeitsmarkt dass die Leute eben schon selber Papier machen gelernt oder studiert hatten und dann ins Unternehmen kommen Wir sind jetzt nicht immer an den Ballungsräumen unserer Zerstoffer Pölz in der Nähe von Judenburg, Randregion.

00:37:26: Da sind wir froh wenn man jemandem finden, der eigentlich Bäckerlehre gemacht hat und dass man den halt umlernen auf Bäckerbeutel Papier macht.

00:37:39: Also da ist schon der Trend zu... Man muss stärker selber ausbilden.

00:37:45: Das geht bis hin zur Export-Sache bei Arten.

00:37:47: Früher hat man die Griffhunden fertig am Arbeitsmarkt, heute muss man eigentlich alles selber intern ausbildet werden.

00:37:55: Da sind wir aber erfolgreich und uns stolz auf unsere Lehrlingsausbildung.

00:38:00: Wir hören das ein bisschen... Bei uns, das ist vierzehn Stundenbetrieb.

00:38:04: Es gibt Nachtschichten und Wochenentschichten.

00:38:07: Da waren die Leute früher mehr dazu bereit als heute.

00:38:11: Und da gibt es andere Lehren, wo man nicht in der Nacht ...

00:38:17: Die Papiermaschine rennt rund um die Uhr!

00:38:19: Richtig!

00:38:21: Jetzt, weil wir über die Herausforderungen für den Staat gesprochen haben, also Infrastruktur, Energiesystem, Umbaum, Qualifizierung

00:38:28: usw.,

00:38:28: alles kostet Geld.

00:38:29: Die Unternehmen sagen, sie können im Moment keine Körperschaftssteuer zahlen.

00:38:33: Aber Sie verdienen sicher gut, sitzen selber steuern.

00:38:37: und die Frage, die ich jedem Gast stelle in dieser Podcast-Reihe ist wofür zahlen Sie persönlich gerne Steuern?

00:38:46: Ich zahle persönlich gern Steueren für eine funktionierende Infrastruktur und das ist ein großes Wort.

00:38:52: aber wenn man in Wien, ich finde es super dass die Straßenbahnen funktionieren Wien ist überhaupt ein toller Ort zum Leben und dass das einfach alles hier funktioniert.

00:39:10: Dafür zahl' ich gern Stahne.

00:39:12: Meine Frau ist aus Italien, das ist in Italien nicht überall der Fall Und es ist auch eine Sache die ihr sehr auffällt Ob man eben der öffentliche Verkehr funktioniert oder sowohl U-Bahnen und Nachtubahnen gibt.

00:39:32: Das ist schon ein großer Teil der Lebensqualität, finde ich.

00:39:35: Dafür soll ich gerne

00:39:35: stehen.".

00:39:36: Vielen Dank!

00:39:37: Ich habe das Gefühl wir hätten jetzt noch ganz lange weiterreden können – und wir werden sich ja auch noch viele Gespräche in Zukunft führen.

00:39:42: aber bei Heinzel vielen Dank dass Sie sich Zeit genommen haben für unseren Podcast Geldanschauung.

00:39:47: Danke wieder Einladungen für das interessante Gespräch.

00:39:57: Wir danken Ihnen fürs Zuhören und freuen uns über Feedback, wenn Sie auch beim nächsten Mal wieder dabei sind.

00:40:04: Informationen des BMF finden sie auf der Website www.bmf.gv.at.

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