#19 Finanzminister Markus Marterbauer und Klimaexpertin Katharina Rogenhofer über Chancen und Kosten der Transformation

Shownotes

Wie können Investitionen in den Klimabereich – auch in Zeiten großem Spardrucks – gestärkt werden? Wo ist Österreich bereits Musterschüler und welche Marktchancen gibt es am Weg zur Klimaneutralität? Mit diesen Fragen beschäftigt sich u. a. das Gespräch zwischen Finanzminister Markus Marterbauer und der Klimaexpertin und Buchautorin Katharina Rogenhofer.

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00:00:00: Es ist einfach volkswirtschaftliche Normproblematisch, wenn wir mit dem vergangenen Jahr zehn Milliarden Euro an Erdöl und Erdgas importieren haben werden sogar deutlich mehr sein aufgrund der gestiegenen Preise.

00:00:12: Und das ist ja gewissermaßen verlorenes Geld.

00:00:14: also wir schäfeln zehn bis zwölf Milliarden Euro.

00:00:17: sind die riesige Beträge ins Ausland

00:00:23: Österreich und Europas eigentlich relativ gut in grünen Technologien sein, das jetzt Recyclingtechnologien, Bahntechnologie.

00:00:30: Wir sind so weit vorne bei bestimmten Technologieren die wir für die Ökologisierung

00:00:34: brauchen.".

00:01:04: Herzlich Willkommen zum Podcast Geldanschauung.

00:01:07: Das ist der Podcast des Finanzministeriums, mein Name ist Markus Martlbauer.

00:01:12: ich bin der Finanzminister und ich lade mir immer interessante Gäste ein in den Podcasts und freue mich sehr dass das heute Katharina Rockenhofer ist.

00:01:20: sie ist im Kontextinstitut beschäftigt oder eigentlich Gründungsmitglied des Kontext-Instituts.

00:01:27: Du bist von deiner Profession her eigentlich zu Logan oder kommst aus der Boko, jedenfalls also aus dem naturwissenschaftlichen Bereich.

00:01:36: Aber viele Arbeit die du jetzt machst ist natürlich sozusagen gesellschaftswirtschafts-sozialpolitisch und ich glaube das wird ein ganz spannendes Gespräch.

00:01:45: Ich möchte vorher noch erwähnen dass du auch ganz aktiv in der Gründung von Fridays for Future warst und also auch aktivistisch sozusagen bist und ich finde es ganz wichtig, dass man das sachlich wichtige Klima Thema mit dem Engagement für diese Fragen verbindet.

00:02:01: Ich würde aber als Einstieg vorschlagen, dass zu ein bisschen über eure Institute berichtet was ihr so macht wie ihr das macht, was die Fragestellungen sind und wohin die Reise geht des Instituts.

00:02:13: Jetzt erst danke für die Einladung.

00:02:14: es freut mich total da zu sein.

00:02:17: Wie du schon beschrieben hast ich komme eigentlich aus der Zoologie und ehrlicherweise das worüber ich heute am meisten spreche habe ich eigentlich alles nicht dort gelernt, also ähnlich wie es wahrscheinlich sehr vielen geht.

00:02:28: Sammelt man dann so im eigenen Engagement das Wissen und Können an, dass man denn so braucht?

00:02:35: Und ich habe schon im Studium gemerkt, dass die Klimakrisenfrage keine wissenschaftliche mehr ist oder keine primärwissenschaftliche.

00:02:43: Sehr viele der Technologien, die wir brauchen existieren schon.

00:02:45: Sehr viel des Wissens, was wir brauchen, existiert schon.

00:02:48: Eigentlich ist es eine Frage von gesellschaftlicher und politischer Transformation.

00:02:52: Deshalb auch eben das Klima-Engagement und das Engagement of the Fridays for Future in den Klimafolksbegehren.

00:02:57: Und bei Kontext haben wir das in irgendeiner Art institutionalisiert, weil uns aufgefallen ist zwischen dem... Eben, im Jahr zwei Tausend achtzehn haben alle über das Klimagesprochen.

00:03:06: da ist sehr viel vorangegangen auf EU-Ebene mit dem Green Deal aber auch in Österreich und dieses Thema ist jetzt durch verschiedene Krisenpandemie Aber auch die Teuerungskrise ein bisschen in den Hintergrund gerückt.

00:03:20: nicht ob der Dringlichkeit würde ich sagen, aber natürlich spüren die Menschen gerade andere Sorgen und Themen.

00:03:26: Und wir wollten das institutionalisieren und eben auch schauen wie hängen ökologische Fragen mit den Fragen zusammen, die die Menschen betreffen.

00:03:34: Also die heutige Teuerung zum Beispiel, denn den fossilen Preisschock, den wir jetzt spüren, der ist aus unserer Abhängigkeit von fossilen Großteils entstanden und dadurch spülen wir die Inflation

00:03:44: etc.,

00:03:45: aber auch was können er neuerbarig bringen um uns unabhängiger zu machen

00:03:48: etc.?

00:03:49: Was hat das mit Sicherheit zu tun?

00:03:51: Sicherheitsfragen zu stellen?

00:03:53: und eben auch zum Beispiel rund ums Budget haben wir uns natürlich am meisten jetzt mit deinem Ministerium beschäftigt Frage zu stellen, wo können wir Klimaschonen sparen?

00:04:03: Also von Budgetfragen über Mobilität, Energiefragen beschäftigen wir uns mit sehr vielem was das Klima betrifft.

00:04:10: Wir kommen gleich auf die einzelnen Themen.

00:04:13: noch.

00:04:13: kannst du noch sagen wer wir sind?

00:04:15: im Kontext ist dort also wie viele Leute seid ihr und so?

00:04:19: Wir sind jetzt vierzehn Menschen und wir arbeiten eigentlich in verschiedenen Teams.

00:04:24: Also das eine ist die inhaltliche Arbeit, da schreiben wir Analysen meistens politikrelevante Analysien.

00:04:30: Die haben dann immer Politikvorschläge drinnen weil wir nicht im wissenschaftlichen Elfenbeinturm sein wollen sondern eben wirklich Lösungen anbieten wollen.

00:04:38: Und dann haben wir noch einen Bereich und Team, das sich mit Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt.

00:04:44: Und eins mit Netzwerkarbeit weil es beides wichtig ist.

00:04:47: wenn wir zu gesellschaftlicher Veränderung beitragen dann geht das über zwei Wege entweder man bestimmten Diskurs mit, das wollen wir über die Öffentlichkeitsarbeit machen und oder man bestimmt das mit worüber in wichtigen Netzwerken relevante Entscheiderinnen reden und entscheiden.

00:05:04: Und auch da wollen wir natürlich versuchen, die Themen aufzubringen, die wir glauben dass wichtig sind um zur Transformation beizutragen.

00:05:12: Dann kommen wir gleich zur Transfirmation.

00:05:14: ich habe den Eindruck also möchte natürlich immer optimistisch und zuversichtlich sein, aber wir haben gerade in der Klimapolitik auf der politischen Ebene in Europa zum Teil auch in Österreich eher mit einem Rückschritt zu kämpfen.

00:05:27: Also wenn ich an Europa denke die ganze Debatte das Aus für das Verbrenner aus den Emissionshandel zu verschieben mehr gratis Zertifikate also zu bremsen sozusagen im Klimaschutz woher kommt es und ist es berechtigt?

00:05:44: Berechtig ist es, ob der Dringlichkeit der Klimakrise nicht.

00:05:48: Die Frage ist so ein bisschen wie schaffen wir weiterhin trotz der berechtigten Sorgen die Vorteile von Klimaschutz sichtbar zu machen?

00:05:58: Weil es ja auf der einen Seite heißen kann also viele Unternehmen ächzen zum Beispiel jetzt gerade unter den teuren Strompreisen.

00:06:07: Wenn man dann noch sagt, die müssen auch noch Geld für ETS-Zertifikate ausgeben der CO-Preis

00:06:12: etc.,

00:06:13: dann kann das dazu führen dass manche Gruppen das auch nutzen um unliebsame Maßnahmen wieder streichen zu lassen.

00:06:21: Rundum den Green Deal waren es auch viele Berichtspflichten die da eigentlich auf Unternehmen zugekommen wären Und meiner Meinung nach ist das nicht berechtigt, weil eben viele sagen jetzt die Ökologisierung können wir uns nicht leisten.

00:06:33: Darüber werden wir vielleicht auch sprechen wo wir da sparen mussten.

00:06:37: aber meiner meinung nach können Wir uns nicht leisten nicht zu ökologisieren Weil wir eben sehen dass sehr viel von der teuerung Die auf uns zukommt von den kosten die auf uns zukommen sein das jetzt eben kosten.

00:06:49: für ihr ministerium war es sehr gut dass Es zwei kommer neun milliarden euro Kosten kann Emissionszertifikate nachzukaufen, wenn wir unsere Klimaziele verfehlen.

00:06:59: Wir geben noch immer Milliarden aus um fossile Brennstoffe zu fördern oder Produkte daraus.

00:07:05: und die Frage ist... Was kostet uns das eigentlich?

00:07:08: Weil eigentlich alles, was wir da an Geld ausgeben um auch Öl und Gas zu importieren, das sind Kosten die einfach abfließen.

00:07:14: Das sind nicht Investitionen die bei uns im Land bleiben.

00:07:17: Und da eben aufzuzeigen dass mit einer Transformation eigentlich die einzige Chance besteht langfristig zu Wirtschaften aber auch zur leistbaren Energiepreisen beizutragen Zukunftstechnologien in Europa zu produzieren weil eben zum Beispiel die Automobilindustrie diese angesprochen haben jetzt ganz laut stark gegen das im Moment nicht, weil wir irgendetwas in den Jahren von uns diskutieren, sondern weil China keine Verbrenner mehr kauft.

00:07:47: Das heißt, wir haben da auch eine Marktchance nicht gesehen und

00:07:50: verpasst.".

00:07:51: Die Frage ist – und die gebe ich dir gleich weiter!

00:07:53: Wie können wir in Zeiten, wo massiver Spardruck da ist?

00:08:00: Wir müssen an allen Ecken und Enden sparen.

00:08:02: Wie können wir dazu beitragen, dass nicht in den falschen Ecken gespart wird?

00:08:06: Weil auch du in der Regierungskonstellation, in der du dich gerade befindest musstest, den Pendler Euro verdreifachen.

00:08:13: Der Agrardiesel ist wieder zurück.

00:08:15: also wir erhöhen sogar noch klimaschädliche Subventionen Und der Plan ist sie jetzt schrittweise zu ökologisieren.

00:08:21: Also wie können wir da einen Zahn zulegen und auch zeigen das bringt uns auch was volkswirtschaftlich.

00:08:28: Also aus meiner Sicht gibt es verschiedene Wege, ich teile die Einschätzung jetzt wenn man gleichzeitig sparen muss sozusagen und eigentlich investieren sollte in den Klimapereich ist für mich ein entscheidender Weg dass wir es stärker über Regulierungen Vorgaben machen müssen.

00:08:44: Für mich ist deshalb das Klimagesetz sozusagen ein Beispiel auf der relativ abstrakten Ebene.

00:08:49: Die Bundesregierung hat sich gemeinsam darauf verpflichtet und ist auch gesetzlich verpflichtete.

00:08:54: Klimaneutralität bis sind eigentlich ein sehr mächtiges Instrument.

00:09:01: Ich glaube, das hat man auch in der Vergangenheit gesehen.

00:09:03: also wenn die Automobilindustrie in der vergangenheit Vorgaben bekommen hat wieder CO²-Ausstoß der Flotte sein darf dann musste man ihnen keine Förderungen geben oder Steuerbegünstigungen.

00:09:14: man hat gesagt in fünf Jahren oder in zehn Jahren müsste dort und dort sein Und die Firmen haben sich angestrengt durch Innovation dorthin zu kommen.

00:09:21: Das ist eigentlich der billigste Weg der Klimapolitik stark darauf setzen und darum finde ich es eben auch so problematisch, dass auf europäischer Ebene jetzt gerade diese Vorgaben sozusagen wieder gelockert werden.

00:09:33: Weil eigentlich ist das das falsche Signal des Verbrenners aus hat den Firmen gesagt irgendwann ist Schluss und die Firmen sind ja innovativ.

00:09:40: wir wollen nicht als Staat sozusagen jetzt Forscherinnen und Forscher beschäftigen die sagen wie baue ich am Motor der keine CO-Zweime ist?

00:09:49: Das ist Aufgabe der Firmen die sind fand und die tun das ja auch.

00:09:53: Also wenn man sich in Österreich die Motorenproduktion anschaut, BMW-Motorensteuer eines der größten Motorenwerke Europas.

00:10:00: Die beschäftigen viertausend siebenhundert Leute.

00:10:03: im Moment, wenn es recht im Kopf produzieren, sind so eins Komma zwei Millionen Motoren.

00:10:07: Die Kapazität für Elektromotoren ist bei zweihundert tausend.

00:10:11: Die könnten das aber rasch, wenn die Nachfrage nach Elektrommotoren da ist verdoppeln und ein immer größeren Anteil machen.

00:10:18: nur eine kleine Seitenbemerkung dazu noch.

00:10:20: Das ist auch interessant dass So eine Firma, die macht es in Österreich.

00:10:25: Warum?

00:10:28: Weil sich hier qualifizierte Arbeitskräfte besucht haben.

00:10:32: Unsere Arbeitskräften sind so gut!

00:10:35: Die können wir von der Verbrenner-Motage sofort auf die Elektromotorenmontage hinüberbringen wenn die Nachfrage nach Elektromotoern da ist.

00:10:43: Das heißt, die Firmen können das und man muss ihnen nur die Vorgaben.

00:10:47: machen und auf das würde ich auch sehr stark setzen wollen.

00:10:50: Da gebe ich dir total Recht, also ordnungspolitische Maßnahmen sind sicher etwas was am meisten lenken kann weil dann die Klarheit existiert.

00:10:56: Also gerade wenn man länger Zeit hat also zum Beispiel auch ein Enddatum für Öl- und Gasheizungen einzuführen da hast du ja in deiner Rede quasi versprochen jetzt wird zwar an der Seite gespart aber dann muss man halt ordnungspolitischen Maßnahmen setzen.

00:11:09: Jetzt sind die aber nicht da.

00:11:11: Also auf der einen Seite ein Drittel Klimaförderungen einzusparen und auf der anderen Seite quasi die Regeln, aber nicht zu setzen, die es bräuchte damit Mieterinnen und VermieterInnen wissen ab da darf ich keine Öl- und Gasheizung mehr in der Wohnung haben das wäre ja notwendig.

00:11:27: also wie kommt man dann dazu gerade als Finanzminister der eigentliche Großteil über Geld entscheidet?

00:11:36: weg oder niedriger und auf der anderen Seite aber nicht die Regeln setzen.

00:11:39: Und das führt dazu glaube ich, dass eben im ersten Vierteljahr jetzt ein Viertell weniger Wärmepumpen verkauft wurde.

00:11:47: also ja die Nachfrage muss steigen.

00:11:49: und die nachfragen da sind auch ein paar Menschen natürlich denen ist es möglich sich eine Wärmepumpe jetzt anzuschaffen aber einen Mietrechtsgesetz zu ändern damit Vermieterinnen und Mieter gleichermaßen profitieren oder eben ein Enddatt umzusetzen das ist Aufgabe einer Bundesregierung

00:12:05: Ja, und alles was Aufgabe der Bundesregierung ist vor allem mit drei Parteien die Dinge auch im Klimabereichrecht unterschiedlich sehen ist schwierig.

00:12:12: Ich möchte nur kurz verteidigen warum manche der Klimasubventionen gekürzt worden sind.

00:12:18: Heiz und da kommt bei mir der Finanzminister sozusagen natürlich durch schon für problematisch, wenn man raus aus Öl- und Gas zu seventy fünf bis hundert Prozent fördert.

00:12:27: Ja weil ich kenne Leute die sehr gut verdienen, die mal gesagt haben Ich habe für ein großes Haus mehr also wo mehrere Familien auch wohnen.

00:12:36: Fünfzigtausend Euro an Förderungen bekommen.

00:12:38: Ich hätte so auch gemacht.

00:12:39: Also wir haben dort schon viel Geld auch hinaus geschmissen, das woanders besser eingesetzt worden wäre.

00:12:44: Jetzt haben wir diese Subventionen für Rausers Öl und Gas auf dreißig Prozent oder zwanzig Prozent zurückgenommen.

00:12:49: Ich glaube dass es einfach aus budgetären Gründen sinnvoll ist.

00:12:52: aber der zweite Teil deiner Frage war ja wie schaffen wird die ordnungspolitischen Vorgaben auch das schwierig?

00:12:58: Aber wir kommen beide aus der Wissenschaft.

00:13:01: Die sachlichen Lösungen liegen ja auf der Hand.

00:13:04: Also auch beim Tausch von Gasthermen.

00:13:06: jetzt wissen wir, dass wir nicht nur sagen sollten und das ist ihr gesetzliche Grund lang es dürfen keine neuen in Neubauten mehr eingebaut werden sondern es sollte noch keine mehr getauscht werden.

00:13:16: Und da muss man auf sachlicher Ebene Lösungen finden wie man das umsetzt.

00:13:19: also man kann das zunächst sagen es dürfen keinen neuen Gastherm hinein man muss was anderes finden.

00:13:24: aber man muss dann das auch sozusagen wirtschaftlich interessant und technisch praktikabel machen.

00:13:30: Und wirtschaftlich interessant ist es ohnehin, weil die neuen also wenn ich in Zukunft über tiefen Geotherm mit das heiße Wasser hereinbekommen und überfernen werden mir die Wohnung dann heizen kann, ist es billiger als wenn ich sozusagen Erdgas importieren muss und nicht weiß ob der Preis sich verdoppelt oder verdreifacht?

00:13:49: Also es ist langfristig auch billiger.

00:13:50: man muss nur Formen finden.

00:13:52: wie können Mieter- und Fernmitterinnen gleichzeitig profitieren?

00:13:57: ich technisch machbar und das dann umsetzen.

00:13:59: Hast du das Gefühl, durch die fossilen Preisschocks hat sich da ein bisschen die Stimmung in der Regierung verändert?

00:14:05: Also weil eben das ist genau das Argument dass ich oft bringe.

00:14:09: meiner Meinung nach wenn wir diese Gefahren einrechnen würden Wir waren achtzig Prozent abhängig von russischem Gas, schon da hat es uns enorm weh getan.

00:14:18: Jetzt ist es quasi Sache einer Öffnung oder Schließung der Straße von Hormose.

00:14:23: wie unsere Energiepreise im Winter sein werden macht das empfindlicher oder sensibler dafür dass wir wirklich fundamentale Maßnahmen setzen müssen nicht nur um die Preise zu stoppen weil das ist ein bisschen jetzt auch so.

00:14:38: die Maßnahmen, die Regierungen eben aufsetzen ist zum Beispiel ein Spritpreisdeckel oder so.

00:14:43: Aber wann deckeln wir nicht mehr die Preise sondern quasi wann deckelen wird die Abhängigkeiten?

00:14:47: Oder wann bremsen wir die Abhängigkeiten?

00:14:50: Ich glaube schon dass die Sensibilität erhöht hat vor allem wenn man mit den wirtschaftlichen Kosten aber auch dann in wirtschaftliche Erträgen argumentiert.

00:14:59: also Es ist einfach volkswirtschaftliche Normproblematisch, wenn wir im vergangenen Jahr zehn Milliarden Euro an Erdöl und Erdgas importieren haben werden sogar deutlich mehr sein aufgrund der gestiegenen Preise.

00:15:12: Und das ist ja gewissermaßen verlorenes Geld.

00:15:14: also wir schäfeln.

00:15:15: zehn bis zwölf Milliarden Euro sind die riesige Beträge.

00:15:18: ins Ausland.

00:15:19: würden wir den gleichen Betrag in Inland investieren in eine erneuerbare Ausbrudernetz der Speicher und so weiter Dann wird es Wertschöpfung im Inland schaffen.

00:15:28: Es würde Beschäftigung in den Inland schaffen und zwar gar nicht wenig, also das sind zigtausende, hunderttausenden Beschäftigte wahrscheinlich.

00:15:35: Und dann beginnen schon auch Leute denen vielleicht jetzt des Klima gar nicht das zentrale Anliegen ist.

00:15:40: aber die sehen da haben unsere Betriebe auf einmal Aufträge her, der hat den Studiorenauftrag und unsere Firmen die bislang sagen wir in der Automobilzuläfeindustrie waren und die jetzt umsatteln in Richtung Windräder Die haben auf einmal Aufträge in diese Richtung.

00:15:56: Dann wird es wirtschaftlich interessant und dann kann ich Kreise erreichen, die man vielleicht sonst nicht sozusagen mit einem grünen Thema erreichen würde und auf das würde ich

00:16:03: setzen.".

00:16:04: Und ich finde genau das was du jetzt sagst, dass ist für mich so wichtig weil eben das kommt ja direkt bei den Menschen an.

00:16:10: Die Photovoltaikanlagen, die auf unseren Dächern platziert werden, die Heizkesselgiete getauscht werden, das sind kleine und mittlere Instellateurs Elektrikerbetriebe in Österreich.

00:16:22: Das heißt, das schafft Jobs, zukunftsfähige Jobs – da schafft aber auch eben wenn man jetzt finanzpolitisch denkt natürlich im Unterschluss dann wieder Steuereinnahmen, wenn ich vor Ort investiere, dann kriege ich mehr zurück als Start.

00:16:36: Während die fossilen Kosten, das sind Kosten, die eins zu eins abfließen und keine Investitionen.

00:16:42: Und dieser Punkt muss sich diese Betrachtungsweise ändern um zu zeigen, welche Chancen wir auch haben können.

00:16:50: Von der Wertschöpfung her von den Arbeitsplätzen her.

00:16:52: aber eben ich habe es jetzt auch gesagt Österreich und Europa ist eigentlich relativ gut in grünen Technologien sein, das jetzt Recycling-Technologie, Bahntechnologie.

00:17:01: Wir sind so weit vorne bei bestimmten Technologen die wir für die Ökologisierung brauchen und es sollte uns der Fehler nicht nochmal wie bei PV Anlagen und jetzt leider bei Elektromobilität passieren dass wir zu spät dran sind bei denen um da wirklich zu investieren und zu schauen dass die Technologie in der Zukunft auch bei uns produziert werden.

00:17:20: Ich finde das ist ein ganz zentraler Aspekt wenn man sich unsere Industrie anschaut oder viele Industriebetrebe dort.

00:17:27: Und wäre es völlig absurd, denen zu sagen die jetzt sozusagen schon auf die Elektrifizierung zum Beispiel in der Stahlindustrie oder in der Ziegelproduktion.

00:17:36: Wienerberger trocknet die Ziegeln mit einem Elektrofen.

00:17:39: warum?

00:17:40: nicht weil's ihnen lustig ist sondern weil sie wissen das hat wirtschaftliche Vorteile.

00:17:44: ich bin weniger vom Gas abhängen und weniger von den Schwankungen des Gaspreises.

00:17:47: und wir könnten ganz viele große Industriebetriebe aufzählen die technologisch ja an der Spitze der Welt sind und hier ihre Marktchancen sehen.

00:17:56: Und wenn man denen sagen würde, dann bitte beeilt sich nicht so, sagt keine Muster-Schüler.

00:18:02: Schaut sie ja das breite Masse mit Schwimms.

00:18:05: Die würden es als völlig verrückt empfinden.

00:18:07: dadurch dass die Muster Schüler sind erwärmen Sie ein Wettbewerbsvorteil.

00:18:11: und da müssen wir glaube ich auch viel stärker thematisieren dass unsere tollen Industriebetriebe, die technologisch so innovativ sind.

00:18:18: Dass sie profitieren von einer engagierten Klimapolitik und von einer offensiven Klimapolitik.

00:18:23: Und ich glaube da findet sich auch bei ganz vielen Industrie- betrieben Unterstützung für diese Position vielleicht nicht an der Spitze der industriellen Vereinigung aber die Hoffnung wäre ja immer das es von unten nach oben sozusagen die Erkenntnis wächst und damit auch dort den Umdenken stattfindet.

00:18:39: also die Chancen sind natürlich enorm.

00:18:41: Jetzt haben wir schon die Industrie besprochen.

00:18:43: Wir sollten vielleicht ein bisschen über entscheiden, dass ja glaube ich nicht nur wir elektrifizierende Produktionen, Industriegewerbe was auch immer wie gelingst langfristig ausreichend billigen Strom aus erneuerbaren zu bringen damit wir dann nicht wieder abhängig sind von französischen Atomstrom oder was auch.

00:19:03: Also wichtig sind einerseits eben der ausbauen erneuerbare Energien und vor allem Windkraft.

00:19:07: Wir waren jetzt sehr gut darin, Pifahrenlagen auszubauen.

00:19:11: Dadurch hat auch der Strompreis um die Mittagszeit herumsetzt auf dem Negativen.

00:19:15: aber eben die Sonne scheint nicht immer unter Wind.

00:19:17: könnte das ausgleichen?

00:19:19: Du hast ja bei den Budgeträdern gesagt wer seine Heimat liebt baut auch Windräder.

00:19:24: Ich würde vielleicht noch hinzufügen Wer seine Heimate liebt tauscht seine Gas halt so.

00:19:30: Es ist jetzt eben wichtig Erneuerbarer aber eben auch, wir müssen uns mit Speichern auseinandersetzen.

00:19:35: Weil die einzige Herausforderung, die wir bei Neuerbahn haben, die sich dämpfen lässt dadurch dass wir Windkraft und Sonnenstrom gleichzeitig haben weil dann wenn die Sonne nicht scheint oft mehr wind weht also in der Nacht oder im Winter das gleicht es schon ein bisschen aus.

00:19:51: Aber die Herausforderungen, die Wir haben ist, dass eben nicht immer zum gleichen Zeitpunkt produziert wird wie auch verbraucht wird.

00:19:57: Und da kommen speicher Technologien in die Diskussion gut ausgebaut, die Netzkapazitäten ein bisschen abfedern.

00:20:05: Weil das was wir jetzt als Problem haben und wo ich verstehe dass manche Leute sich fragen Jetzt haben wir mehr Neuerbare Und jetzt steigen die netzkosten auf einmal und das müssen wir abdämpfen damit wir eben langfristig wirklich auch kosteneffizient erneuerbaren Strom produzieren, speichern und dann nutzen können wann wir ihn brauchen.

00:20:25: Und neben den technischen Fragen ist sicher eben auch die Frage wie leben wir in Zukunft?

00:20:30: also wie schauen Städte aus?

00:20:32: Wie bauen wir Häuser?

00:20:33: Wie verdichten wir da eher?

00:20:35: oder eben gehen wir in die Breite?

00:20:37: wohin muss ich noch Straßen bauen zum Beispiel?

00:20:40: und wie schaut mein Mobilitätsverhalten denn dadurch aus?

00:20:43: weil ja eben in vielen Gegenden sind Leute sich ja nach aufs Auto angewiesen aber mehr Leute wir öffentlich anbinden können, je mehr Menschen da eine gute Alternative haben.

00:20:52: Desto eher werden sie auch

00:20:54: umsteigen.".

00:20:55: Jetzt haben wir schon über Zielklarheit gesprochen – also ordnungspolitische Maßnahmen die ich sehr unterstützen kann weil sie eben Planungssicherheit geben.

00:21:03: Ich glaube das Schlimmste was passieren kann ist diese Stop-and-go Politik der EU, die jetzt da ist, denn dann kann man sich auf nichts konzentrieren und nicht als Unternehmen sagen.

00:21:13: Ist es dann auch aus mit den Verbrennern?

00:21:15: Das ist ein entscheidend Unternehmen, brauchen Planungssicherheit um investieren zu können.

00:21:20: Sonst investieren sie nicht.

00:21:21: aber ich habe dich

00:21:22: unterbrochen.

00:21:22: Oh nein und du hast das eh schon ein bisschen angesprochen.

00:21:25: dass zweite wäre, finde ich meiner Meinung nach Preisklarheit.

00:21:29: Und da würde es mich jetzt interessieren wie stehst du zu der Debatte rund um eben die ETS Preise?

00:21:34: Also der ETS ist ja das Emission Trading System der Europäischen Union quasi der CO-Preis, der schon für die energieintensive Industrie gilt, der jetzt ausgeweitet werden soll auf Gebäude und Verkehr.

00:21:45: Da gibt's ja große Debatten darüber dass da die gratis Zertifikate verlängert werden sollen.

00:21:51: Ich finde manche Teilbereiche der Diskussion durchaus verständlich.

00:21:55: Also was machen wir mit Firmen, zum Beispiel die schon investiert haben aber wo es keine Wasserstoffleitung so schnell gibt also die auf äußere Umstände angewiesen sind?

00:22:03: wie gehen wir mit denen um?

00:22:04: Aber meiner Meinung nach zersetzt jetzt gerade die Diskussion leider die Glaubwürdigkeit des EDS-Preises weil das ist ja wenn ich den jetzt quasi unterminiere oder noch länger gratis die zertifikate Zuteile dann profitieren wieder vor allem, die die noch nicht investiert haben.

00:22:22: Also da verstehe ich manchmal die Argumentationen nicht und da würde ich mich freuen zu wissen wie es dir geht weil ich ja glaube eben so wie du gesagt hast viele Unternehmen in Österreich haben schon investiert uns sind schon dabei zu transformieren.

00:22:35: wer ist da nicht besser eine Allianz zu schaffen wo die die investierten auch langfristig profitieren und nicht das System für alle reduziert wird, der Preis geringer wird?

00:22:45: Also das teile ich.

00:22:46: Ich glaube die CO-Zweihabgabe und dann das Emissionshandelsystem, die ja ähnliche Ziele verfolgen und marktwirtschaftlich Instrumente sind, dass diese sich eigentlich sehr bewährt haben und dass man auf diesem Pfad weitergehen sollte.

00:22:59: Gleichzeitig muss man, so wie du auch angedeutet hast aber in vielen oder in manchen Bereichen sehen das es durchaus Industrien- oder Branchen gibt die diese Ziele nicht erfüllen können.

00:23:10: Manche kleine Ausnahmen sind glaube ich notwendig.

00:23:13: Also, ich nehme Carbon Capture und Storage.

00:23:16: Grundsätzlich wollen wir CO²-Ausstoß vermeiden aber es gibt manche Industrien die können das aus technischen Gründen.

00:23:22: Die Zementindustrie wird nie CO² frei produzieren können.

00:23:26: Man sollte trotzdem Anreize geben und die österreichische Zementindustrie hat relativ geringen CO² Aussstoß weil sie innovativ sind.

00:23:33: Aber Sie werden nicht auf Null kommen Und deshalb muss es sozusagen für manche Bereiche Ausnahmen geben und dort erlaubt man halt dann die Speicherung Abscheidung und Speicherung von CO².

00:23:42: Aber es muss die absolute Ausnahme sein, die das vermeiden können müssen sie vermeiden und für andere schafft man den Ausweg und das sollte glaube ich das Grundprinzip generell sein.

00:23:52: wir wollen sozusagen diese CO²-Bepreisungen haben die auch aus dem Emissionshandel kommt und da und dort wo's technisch notwendiges Ausnahmen hat.

00:24:01: Ich glaube, man sollte auch auf dem Weg weitergehen die internationale Dimension zu betrachten.

00:24:06: Also die Frage sozusagen wie werden Güter importiert mit Hohenzwege zuerst das aus dem Ausland und hier den Ausgleichsmechanismus zu schaffen?

00:24:14: Da muss man noch innovativer sein!

00:24:16: Ich glaube übrigens dass wir auch eine Gelegenheit die Freihandelsabkommen vernünftiger zu gestalten weil wenn ich beim CO² ein Mindeststandard habe.

00:24:24: es gibt dann an Zoll weil man CO² intensiv sozusagen gut importiert, könnte man ja gleichzeitig sagen das ist auch bei Arbeitsstandards so.

00:24:31: Also für Länder die weiß nicht Kinderarbeiterlauben gibt es irgendwelche Strafzölle gewissermaßen.

00:24:39: also da ist glaube ich ein Weg wo man mit Standards auch Politik machen kann.

00:24:44: Und jetzt haben wir geredet über Förderungen, die zurückgeschraubt wurden.

00:24:48: Aber es gibt der Geld das der Staat sowieso ausgibt nämlich die öffentliche Beschaffung.

00:24:52: Jetzt ist glaube ich in deinem Haus die Bundesbeschaffungs-GmbH.

00:24:55: also Es wird gerade diskutiert über solche Sachen wie Made In Europe und Wie kann man die Produktion in Europa fördern?

00:25:05: made clean nach.

00:25:06: Also so wie kann man als öffentlicher Hand unterstützen, dass auch Leitmärkte kreiert werden für genau die Produkte, die wir in Zukunft sehen wollen?

00:25:15: Nämlich die Zukunftstechnologien.

00:25:17: Ich glaube das die Nachfrage eine entscheidende Rolle spielt für diese Frage und die kann man ja steuern.

00:25:23: Wir tun das ja zum Teil jetzt, sagen wir mit Bio-Essen

00:25:25: z.B.,

00:25:27: und warum sollte es nicht in anderen Bereichen auch der Fall sein?

00:25:30: Das muss ja nicht die Umstellung von heute auf morgen sein, man kann das schrittweise machen aber ich glaube, dass ist ein wichtiges Instrument.

00:25:37: Ich wollte noch... Wir haben viel geredet über Vermeidung von Treibhausgasemissionen über Ausbauenergienetze Im Klimagesetz und dann in Richtung Klimafahrplan.

00:25:48: auch ist ja ein entscheidender Punkt, der oft in der öffentlichen Diskussion vernachlässigt wird.

00:25:52: Aber vielleicht sogar Priorität eigentlich haben sollte.

00:25:56: Die Klimagrise ist nicht etwas was wir für das Jahr zwanzig vierzig-fünfzig erwarten.

00:26:00: Sie ist schon da!

00:26:02: Und entscheidet es eigentlich die Bevölkerung vor den Auswirkungen der Klimagrisse zu schützen.

00:26:06: also... Wir haben jetzt, ich weiß nicht, vierzig oder in Kärnten haben wir, glaube ich, neun und fünfzig Hitze Tage diesen Sommer gehabt im Fährlach.

00:26:14: Man kann in der Stadt nicht mehr leben und man kann sich in der Nacht nicht mehr erholen unter diesen Bedienungen.

00:26:19: und eigentlich müsste ein zentraler Teil der Klimapolitik sein die Bevölkerung vor diesen Auswirkungen zu schützen oder eben vor den Überschwemmungen.

00:26:26: und so sagen wir brauchen... Die Flüsse brauchen mehr Raum damit die Überschwemmung an den Unterläufen nicht stattfinden.

00:26:32: auch das ist Schutz der Bevölkerung weil sonst es habend gut Weg ist.

00:26:37: mir scheint, dass der Stellenwert nicht ausreichend hoch für diese Ehe.

00:26:42: Klimawandelanpassung sagt man.

00:26:44: eigentlich würde ich eher sagen Schutz vor den Extremwetterereignissen.

00:26:48: Ich fürchte auch, ich meine ich sehe so ein bisschen Lichtblicke in Städten oft weil wo es um Grünraum geht zum Beispiel Bäume pflanzen etc.

00:26:56: ist jetzt sicher anerkannt als das schon mal war.

00:27:00: aber auch da eben gibt er das gute Beispiel Mariel Verstraße dass dazu erst einmal alle dagegen sind bevor wir eine verkehrsberuhigte Straße machen kann.

00:27:09: Aber da gebe ich dir total recht, ich sehe das Thema als vor allem unterbeleuchtet und alle Maßnahmen die man setzen kann.

00:27:17: Die kann man eigentlich in bestehende Instrumente einbauen.

00:27:20: also zum Beispiel wenn wir uns jetzt anschauen die gemeinsame Agrarpolitik der EU Das ist der größte Geldtopf der EU Da quasi zu incentivieren dass Bauern Landwirt ihnen Hummusaufbau in Böden betreiben damit die Wasserrückhaltung wieder passiert, damit CO² gespeichert werden kann.

00:27:37: Das ist ja auch eine der CO²-Speichermaßnahmen.

00:27:40: aber auf der anderen Seite eben auch Grünraum auszubauen.

00:27:43: Der Schatten unter einem Baum ist um fünf Grad kühler als der Schatten bei einem Haus wegen der Verdunstungskälte.

00:27:48: also das bringt Leuten vor Ort lokal Abkühlung.

00:27:52: Flüsse hast du angesprochen.

00:27:53: also Österreich hat jetzt das Minimum an möglichen Maßnahmen an die EU eingemeldet was den Renaturierungsplan betrifft.

00:28:03: Aber da könnte man natürlich noch viel mehr machen, weil gerade wir sehen jetzt zwar auch trockene Sommer aber danach kommen meistens die starken Regenfälle und wir hatten jetzt innerhalb von zwanzig Jahren glaube ich drei Jahrtausend Hochwasser, also da sieht man schon dass das einfach normalerweise nicht statistisch so passieren würde und gegen die müssen wir uns schützen.

00:28:24: Das heißt in den Städten vermutlich den Hochwasserschutz rauf fahren aber vor den Städen vor allem renaturieren damit sich die Flüsse ausbreiten können und diese Maßnahmen werden noch zu wenig glaube ich als Win-Maßnahmen gesehen dass eben die Speicherungsfähigkeit von Böden das Naturraum entsteht, das Biodiversität geschützt wird und durch die Biodiverität aber auch wieder unsere Landwirtschaft profitiert.

00:28:47: Weil wir brauchen ja die Bestäuber usw.

00:28:50: Das heißt hier gute Maßnahmen zu setzen, das wird noch zu wenig gemacht.

00:28:55: wobei ich sagen muss da sehe ich es genauso wie du gesagt hast bei den Vermeidungsmaßnahmen Vermieden muss sowieso werden, weil wir wollen ja global trotzdem die Treibhausgasemissionen runterkriegen.

00:29:08: Aber eben die lokale Anpassung von der die Menschen heute profitieren ist extrem wichtig und da ist zum Beispiel auch Sintizzeschutzmaßnahmen auch extrem wichtig.

00:29:17: Die Bundesregierung hat sich hervorgegenommen für außenliegenden Sonnenschutz etwas zu machen.

00:29:21: aber eben auch die Frage von Klimaanlagen einbauen Ja oder Nein?

00:29:26: Da würde ich zB vorschlagen dass man das gleich größer aufmacht und es einfacher macht für Leute Wärme pumpen einzubauen, weil die können rund andersherum auch wieder kühlen.

00:29:35: Genau!

00:29:36: Auch die tiefen Geothermie können ja nicht nur zur Erwärmung der Wohnungen dienen sondern dann haben wir auch fernkelte Möglichkeiten die massiv ausgebaut werden sollten.

00:29:47: ich wollte noch kurz, weil du dir Landwirtschaft angesprochen hast und da gibt es ja einen Engen Budget-Zusammenhang auch.

00:29:52: Wir geben ja nicht nur auf europäischer Ebene jetzt, wenn man die ganze Ruprika und schaut fast dreihundert Milliarden aus für Landwirtschafts- und regionale Entwicklung.

00:30:01: Auch in unserem nationalen Budget geben wir Milliarden an Subventionen für die Landwirtschaft aus.

00:30:06: Und das umzubauen in Richtung Investitionen in die Zukunft, dass ein Bauer oder eine Bäuerin eben auch in zwanzig Jahren den Betrieb noch betreiben kann und jetzt investieren kann – wie du gesagt hast, in den Hummusaufbau Feuchtgebiete, die Wasser zurückhalten und dann nicht den Humus von den Feldern wieder wegschwemmen bei Starkregen.

00:30:26: Ja

00:30:26: wie schafft man das?

00:30:27: Also das würde mich nämlich wirklich interessieren weil ich sehe ja total dass unter den jetzigen Drucksituationen manche Maßnahmen zur Symptombekämpfung notwendig sind.

00:30:37: also die Dürre helfen für die Bauern aber auch eben vielleicht agrar.

00:30:41: dieselich will mich da gar nicht dagegen stellen.

00:30:43: aber eben die Zeichen die ihr gerade setzt gehen ein bisschen in die falsche Richtung Erstens im Nachhinein unterstützen und zweitens eigentlich das Problem quasi weiterhin unterstützen durch Agrardiesel.

00:30:56: Also wie können wir da hinkommen, dass Förderungen vor allem in die Richtung gehen, die die Transformationen unterstützen?

00:31:01: Die Bauern und Bäuerinnen dabei unterstützen umzusteigen, aber auch die Menschen dabei unterstützen wenn sie in Mitwohnungen wohnen umzustiegen?

00:31:09: Ja, das sehe ich grundsätzlich.

00:31:10: genauso oft muss man halt sozusagen auf aktuelle Probleme kurzfristig reagieren, nehmen die Spritzpreisbremse.

00:31:18: Natürlich ist es langfristig nicht das beste Instrument, aber kurzfristig müssen wir schauen die Inflationsrate herunterzubringen weil das jede Menge negative Effekte hat und man darf über die kurzfristigen notwendigen Maßnahmen nicht die mittlere und lange Frist vergessen.

00:31:33: Und ich glaube halt in Österreich hat sich das System sehr bewährt über Jahrzehnte die Betroffenen einzubinden um mit denen zu reden.

00:31:41: Jeden Bauern und jeder Bäuerin wird klar sein dass der Betrieb auch in zehn Jahren noch leben soll oder die Kinder dann den Betrieb übernehmen können, das geht aber nur wenn wir Bauernhöfe haben.

00:31:52: Die Klimafit sind landlangfristig.

00:31:55: Das Interesse ist also da und man muss mit den Leuten reden.

00:31:58: wie können wir dorthin kommen?

00:31:59: Wie können wir bestehende Subventionen, die relativ hoch sind Schritt für Schritt umbauen in diese Richtung?

00:32:05: Wie könnten wir vielleicht auch von der starken Ausrichtung der Subvention auf Tierhaltung wegkommen und sagen wir langfristig müssen mehr pflanzliche Lebensmittel produzieren, auch aus Klimaergründen aber wahrscheinlich auch aus gesundheitlichen Gründen.

00:32:24: Wir können das Schritt für Schritt umbauen nicht von heute auf morgen.

00:32:28: du wirst nicht in Existenz verlieren aber wir helfen dir sozusagen den Hof so anzupassen über die nächsten Jahre, dass das ganze Zukunft hat.

00:32:36: Und mir gefällt es sehr gut, dass du dieses gemeinsame ansprichst, weil ich nehme das nämlich gar nicht zu wahr.

00:32:42: So wird das manchmal auch von Medien oder auch manchen Interessensvertretern hochstilisiert als wäre das ein Gegeneinander.

00:32:50: Also die Maßnahmen, die ich vorschlage und viele anderen Leute vorschlagen sind ja eigentlich inherent gegen die Landwirtschaft oder gegen die Industrie, sondern im besten Fall finden wir da so wie du sagst gemeinsame Lösungen.

00:33:05: Weil zukunftsfähig wird die Landwirtschaft nur sein wenn sie auch ökologischer ist, wenn sie Wasserrückhaltung hat, wenn Sie solche Sachen möglich macht weil ja dann eben die Dürre nicht so hart einfällt.

00:33:17: aber auch eben die Industrien die heute existieren müssen sich auf Marktentwicklungen in der Zukunft einstellen und eben im besten fall findet man diesen gemeinsamen Weg, wo alle hoffentlich profitieren können inklusive der Gesellschaft und der Natur.

00:33:32: Jetzt wird der Umbau dennoch viel Geld kostenlos zum Teil gut investiert und kann auch aus der Vermeidung von Kosten für Fossile investiert werden.

00:33:41: Dennoch wird der Staat in diesem Umbau über Ordnungspolitik aber auch über Investitionen oder Subventionen eine Rolle spielen wollen.

00:33:49: das ist jetzt der Versuch zu meiner Frage zukommen, die ich in jedem Podcast stelle.

00:33:55: Nämlich wenn der Staat so viele Aufgaben hat müssen, die auch finanziert werden.

00:34:00: und eine Frage die jeder Gast bekommt ist wofür zahlst du gerne Steuern?

00:34:05: Ich zahle sehr gerne Steuer für alles was öffentliche Infrastruktur, Gesundheitssystemen.

00:34:13: Öffentlicher Verkehr aber eben auch erneuerbare Energienetze so diese Möglichkeiten der Transformation zeigt.

00:34:21: wofür ich allerdings nicht zu gerne steuern zahlen ist für klimaschädliche Subventionen?

00:34:24: Ich hoffe sehr dass ihr die ab baut in Zukunft.

00:34:27: Wir werden uns bemühen!

00:34:29: Ich danke dir vielmals für das spannende Gespräch ob den Eindruck wir hätten noch lange regnen können.

00:34:34: bei nächster Gelegenheit.

00:34:35: Gerne wieder weiter weil Klimapolitik und die Bekämpfung der Klimakrise wird uns ja auch noch länger beschäftigen.

00:34:41: Vielen Dank!

00:34:42: Danke für

00:34:42: die Einladung!

00:34:43: Das war BMF-Punkt Geldanschauung, wir danken Ihnen fürs Zuhören und freuen uns über Feedback – und wenn Sie auch beim nächsten Mal wieder dabei sind.

00:34:54: Informationen des BMF finden sie auf der Website www.bmf.gv.at.

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